Fleischfressende Wasserpflanze

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Fleischfressende Wasserpflanzen

Vor kurzem erlebte ich eine Überraschung bei dem fadenförmigen kleinen Wasserschlauch, den ich freundlicherweise von Bernd Possecker über die Newsgroup de.rec.tiere.aquaristik aus Berlin mit Riccia als blinden Passagier geschickt bekommen hatte. Vor einem Jahr waren nur wenige Triebe vorhanden, doch jetzt überwuchern sie vollständig die Riccia, die mit einem Haarnetz am Boden gehalten wird. Es bildeten sich Blütenstände, wozu ich folgende Bilder mit einer alten Videokamara und Capturing angefertigt habe.


Mit Utricularia gibba durchwachsene Riccia fluitans und Fangblase unter dem Mikroskop:

Utricularia gibba mit kleinen, teilweise schwarzen Fangbläschen und Blütenstand:

Die auch bei uns vorkommenden Wasserschlauchgewächse  tragen in kleine, grüne Blasen umgewandelte Blattzipfel. Die Blasen sind mit Wasser gefüllte Tierfallen. Sie besitzen einen kleinen "Mund", der mit einer nur nach innen elastisch sich öffnenden Klappe zunächst verschlossen ist. Stoßen kleine Wassertiere wie Hüfperlings- und Wasserflohlarven gegen eine der hebelartig wirkenden Borsten, die auf der Aussenseite der Klappe hervorstarren, so öffnet sich die Blase und saugt díe Beute durch einen mittels Entspannung der Wände entstehen Unterdrucks hinein. Haare auf der Innenseite scheiden nun ein Verdauungssekret aus (nach STRASBURGER 1983: Lehrbuch der Botanik, Gustav Fischer Verlag).


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